Die meisten Handwerksbetriebe haben kein Werbeproblem. Sie haben zu viele einzelne Teile, die nicht zusammenpassen: eine Website von 2019, ein Unternehmensprofil, das der Neffe mal angelegt hat, zwei Portale, die Anfragen schicken, und ein Postfach, in dem die Hälfte davon liegen bleibt. Dieser Beitrag sortiert, was wirklich Aufträge bringt. Grundlage sind keine Studien, sondern der eigene Betrieb: Mit REX NORD reinigen wir Stein, Dach und Fassade in Hamburg und Schleswig-Holstein, und das System dahinter haben wir über Jahre am eigenen Geld geschärft.
Was Kundengewinnung im Handwerk heute bedeutet
Vor zehn Jahren reichte Empfehlung plus Anzeige im Wochenblatt. Heute läuft der Weg fast immer gleich: Der Kunde hat ein Problem (Moos auf dem Dach, Einfahrt sackt ab, Heizung streikt), tippt es bei Google ein oder fragt in der Nachbarschaftsgruppe, sieht drei bis fünf Betriebe, schaut Bewertungen an und ruft den an, der erreichbar ist. Wer in dieser Kette an einer Stelle fehlt, bekommt den Auftrag nicht, egal wie gut er arbeitet.
Kundengewinnung heißt deshalb nicht „mehr Werbung“, sondern: an jeder Stelle dieser Kette vorkommen und die Anfrage am Ende auch bearbeiten. Genau das meinen wir, wenn wir vom Vertriebssystem sprechen.
Sieben Wege, die Aufträge bringen
1. Google-Unternehmensprofil
Der Kartenausschnitt mit den drei Betrieben ist im Handwerk der wichtigste Platz überhaupt. Wer dort oben steht, bekommt den Anruf, oft ohne dass der Kunde je eine Website öffnet. Voraussetzung: richtige Kategorie, vollständige Leistungen, echte Fotos vom Einsatz und regelmäßig neue Bewertungen. Kostet nichts außer Pflege.
2. Google Ads auf Suchbegriffe mit Auftragsabsicht
Wer „Dachreinigung Lübeck“ eingibt, will kein Ratgeber lesen, er will ein Angebot. Anzeigen auf solche Begriffe sind der schnellste Weg zu Anfragen, wenn drei Dinge stimmen: nur Begriffe mit Auftragsabsicht, Radius auf das eigene Gebiet, und eine Seite, die genau von dieser Leistung handelt. Was das kostet, steht im Beitrag Was kostet Google Ads für Handwerker.
3. Eine Seite je Leistung statt einer Startseite für alles
Eine Startseite, die zwölf Leistungen aufzählt, überzeugt niemanden. Eine Seite, die nur von Pflasterreinigung handelt, mit Vorher-Nachher-Bildern, Preisrahmen und einem Formular mit den richtigen Fragen, überzeugt. Jede Leistung, mit der du Geld verdienst, verdient eine eigene Seite.
4. Bewertungen, systematisch eingesammelt
Nach jedem abgeschlossenen Auftrag eine kurze Nachricht mit direktem Link zur Bewertung. Nicht „wenn du magst“, sondern als fester Schritt im Ablauf. Zehn echte Bewertungen mit Fotos schlagen jede Werbeanzeige, weil sie die Frage beantworten, die der Kunde wirklich hat: Kann ich denen vertrauen?
5. Meta und Instagram für Leistungen, die niemand googelt
Terrassenreinigung, Zaunbau, Dachbeschichtung: Danach sucht kaum jemand aktiv, aber fast jeder will es, wenn er das Vorher-Nachher sieht. Dafür sind Facebook und Instagram gebaut. Zielgruppe nach Umkreis und Haustyp, nicht nach Interessen, und kurze Videos vom Einsatz, gefilmt mit dem Handy.
6. Rückruf innerhalb einer Stunde
Das ist kein Marketingkanal, aber der größte Hebel von allen. Die häufigste verlorene Anfrage im Handwerk ist die, die niemand zurückgerufen hat. Wer als Erster zurückruft, bekommt den Termin, weil der Kunde in dem Moment noch nicht drei Angebote hat. Eine feste Regel im Betrieb bringt mehr als jedes zusätzliche Budget.
7. Nachfassen bei offenen Angeboten
Ein Angebot, das rausgeht und dann liegt, ist verschenktes Geld. Ein Anruf nach fünf Tagen („Haben Sie noch Fragen zum Angebot?“) holt aus derselben Menge Anfragen deutlich mehr Aufträge heraus. Dafür braucht es kein teures System, aber eine Liste, in der steht, welches Angebot wann raus ist.
Drei Wege, die meistens nur Zeit kosten
- Anfragen von Portalen, die an mehrere Betriebe gehen. Du zahlst pro Anfrage, drei andere Betriebe bekommen dieselbe, und der Preis ist das erste Gesprächsthema. Warum das so teuer ist, rechnen wir im Beitrag Leads kaufen für Handwerker vor.
- Flyer und Anzeigen ohne Ziel. Niemand kann am Monatsende sagen, ob daraus ein Auftrag geworden ist. Was du nicht messen kannst, kannst du nicht verbessern.
- Die schöne neue Website, die niemand findet. Eine Website ohne Zulauf ist eine Visitenkarte in der Schublade. Erst mit Google-Profil, Anzeigen oder Bewertungen kommt jemand darauf.
Die Reihenfolge, wenn du bei null anfängst
- Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen und die ersten zehn Bewertungen einsammeln.
- Eine Seite für deine wichtigste Leistung bauen, mit Formular, klickbarer Rufnummer und Bildern.
- Google Ads nur auf diese Leistung und dein Gebiet schalten, mit kleinem Budget starten.
- Regel im Betrieb festlegen: Rückruf innerhalb einer Stunde, Nachfassen nach fünf Tagen.
- Nach vier Wochen auswerten: Welche Anfrage kam woher, was ist daraus geworden. Erst dann Budget erhöhen.
Was es am eigenen Betrieb gebracht hat
Bei REX NORD lief das System vom 18. Juli bis zum 16. August 2026 mit 970 Euro Werbebudget bei Google. Ergebnis: 27 Anfragen über Google Ads, also rund 36 Euro Werbekosten je Anfrage. Anfragen über das Unternehmensprofil und Empfehlungen sind darin nicht enthalten. Die Zahlen stammen aus dem Google-Ads-Konto des Betriebs, nicht aus einer Hochrechnung.
Kundengewinnung im Handwerk ist kein Kreativwettbewerb. Sie ist eine Kette aus fünf, sechs Stellen, an denen du vorkommen musst. Fehlt eine, reißt sie.
Wenn du das nicht selbst bauen willst
Genau dafür gibt es REX Marketing. Wir bauen Handwerksbetrieben die komplette Kette, von der Website über Google Ads und Unternehmensprofil bis zur Nachverfolgung, und werden erst bezahlt, wenn ein Auftrag zustande kommt. Ein Betrieb je Gewerk und Landkreis. Ob dein Gebiet noch frei ist, erfährst du auf der Seite Gebiet prüfen.
Zuletzt aktualisiert: 2. September 2026
