Start/Fallstudie
Fallstudie · Juli 2026
REX NORD: 64 Anfragen, 19 Aufträge, ein Monat.
Das ist der Betrieb, an dem das REX-System entstanden ist. Keine Kundenreferenz, sondern unser eigener Laden. Deshalb können wir hier alles zeigen: Budget, Anfragen, Aufträge, und was davon woher kam.
Zahlen aus dem CRM und den Werberechnungen (Google Ads, Meta Ads) von REX NORD, Bad Oldesloe, Kalendermonat Juli 2026. Anfragen über Empfehlung und Google-Unternehmensprofil sind nicht enthalten. Beträge gerundet.
Ausgangslage
REX NORD reinigt und beschichtet Stein, Dach und Fassade in Bad Oldesloe, im Kreis Stormarn und im Osten Hamburgs. Vier Teams im Außendienst, saisonales Geschäft von März bis November. Vor dem Umbau kamen Aufträge über Empfehlung und über Portale, mit den bekannten Nachteilen: Portalanfragen gingen an mehrere Betriebe gleichzeitig, der Preis war das erste Gesprächsthema, und am Monatsende konnte niemand sagen, welcher Euro Werbung welchen Auftrag gebracht hatte.
Was aufgebaut wurde
Genau die Kette, die wir heute als Vertriebssystem anbieten, nur dass wir sie zuerst am eigenen Geld getestet haben:
- Website mit einer Seite je Leistung. Dachreinigung, Steinreinigung, Pflasterreinigung, Fassadenreinigung, Dachbeschichtung: jede mit Vorher-Nachher-Bildern, Preisrahmen und einem Formular, das Fläche, Ort und Zeitraum abfragt.
- Google Ads auf Suchbegriffe mit Auftragsabsicht, nur im eigenen Gebiet: „Dachreinigung Bad Oldesloe", „Pflaster reinigen Ahrensburg", nicht „Dachreinigung" bundesweit.
- Meta Ads für die Leistungen, die niemand googelt. Terrassenreinigung und Dachbeschichtung laufen über kurze Handyvideos vom Einsatz, ausgespielt nach Umkreis und Haustyp.
- Google-Unternehmensprofil mit vollständigen Leistungen, echten Fotos und einem festen Ablauf für Bewertungen nach jedem Auftrag.
- Ein Postfach für alle Anfragen mit Rückruf innerhalb einer Stunde und Nachfassen nach drei Werktagen. Jede Anfrage bekommt einen Status, damit am Monatsende klar ist, was daraus geworden ist.
Das Ergebnis im Juli 2026
Mit 2.100 € Werbebudget für Google Ads und Meta Ads kamen 64 Anfragen herein: über die Anzeigen, über Meta und über die Website aus der normalen Google-Suche. Daraus wurden 19 Aufträge, also 30 %. Auf das Werbebudget bezogen kostete eine Anfrage 33 € und ein Auftrag 111 €.
Zur Einordnung: Ein Portalkontakt kostet laut Marktübersichten 8 bis 70 Euro, geht aber an drei bis fünf Betriebe gleichzeitig, und die Abschlussquote liegt dort typischerweise um 20 Prozent. Was das im Vergleich bedeutet, haben wir im Beitrag MyHammer Kosten vorgerechnet.
| Kennzahl | Wert | Woher |
|---|---|---|
| Zeitraum | Juli 2026 | ein voller Kalendermonat |
| Werbebudget | 2.100 € | Google Ads und Meta Ads zusammen, Rechnungen der Plattformen |
| Anfragen | 64 | Formular, Anruf, WhatsApp; Herkunft über Anzeigen, Meta und Google-Suche, erfasst im CRM |
| Aufträge | 19 | vom Betrieb im CRM als Auftrag markiert |
| Abschlussquote | 30 % | Aufträge geteilt durch Anfragen |
| Werbekosten je Anfrage | 33 € | Budget geteilt durch Anfragen |
| Werbekosten je Auftrag | 111 € | Budget geteilt durch Aufträge |
Anfragen aus Empfehlungen und über das Google-Unternehmensprofil sind in den 64 nicht enthalten. Die Werbekosten je Auftrag enthalten nur das Werbebudget, nicht die Arbeit am System; die rechnen wir bei Kunden über den Anteil pro Auftrag ab, siehe Pay per Auftrag.
Vorher und nachher
Das sind die Aufträge, um die es geht.
Drei typische Einsätze aus dem Kreis Stormarn. Genau diese Bilder stehen auf den Leistungsseiten und in den Anzeigen, weil sie die Frage beantworten, die jeder Kunde hat: Wird das wirklich wieder sauber?
Pflasterreinigung mit Neuverfugung und Langzeitschutz. Typischer Auftrag aus einer Google-Anzeige auf „Pflaster reinigen" plus Ortsname.


Dachreinigung mit Beschichtung. Die Beschichtung läuft fast nur über Meta, weil kaum jemand danach sucht, aber viele sie wollen, wenn sie das Ergebnis sehen.


Fassadenreinigung, drucklos. Anfrage über die Leistungsseite aus der normalen Google-Suche, ohne Anzeige.
Was wir daraus gelernt haben
- Der Rückruf entscheidet mehr als die Anzeige. Die Anfragen, die innerhalb einer Stunde zurückgerufen wurden, sind deutlich häufiger zum Auftrag geworden als die vom nächsten Tag. Deshalb ist der Rückruf bei uns eine feste Regel, kein guter Vorsatz.
- Eine Seite je Leistung schlägt die Startseite. Anzeigen, die auf die Startseite führten, brachten Klicks, aber kaum Anfragen. Anzeigen auf die Leistungsseite brachten Anfragen mit Fläche und Ort im Formular.
- Meta funktioniert für das, was niemand sucht. Dachbeschichtung googelt kaum jemand, aber ein 15-Sekunden-Video vom Dach vorher und nachher, ausgespielt an Hausbesitzer im Umkreis, bringt Anfragen von Leuten, die gar nicht wussten, dass sie das wollen.
- Ohne Status keine Auswertung. Die Zahl 19 Aufträge gibt es nur, weil jede Anfrage im CRM einen Status bekommen hat. Davor hätten wir „so ungefähr die Hälfte" gesagt.
Was davon auf deinen Betrieb übertragbar ist
Die Kette ist dieselbe, egal ob Dach, Sanitär, Elektro oder Garten- und Landschaftsbau. Was sich unterscheidet, sind Klickpreise, Auftragswerte und Saison. Ein SHK-Betrieb zahlt pro Klick mehr als ein Reinigungsbetrieb, hat aber höhere Auftragswerte. Deshalb prüfen wir vor dem Start, ob die Nachfrage in deinem Gewerk und Landkreis reicht, und sagen ehrlich ab, wenn nicht. Wie das abläuft, steht unter Ablauf. Ob dein Gebiet noch frei ist, erfährst du unter Gebiet prüfen.
Was diese Fallstudie nicht ist
Kein Durchschnitt und keine Garantie. Es ist ein Monat in einem Betrieb, in dem das System schon eingespielt war. In den ersten Wochen nach dem Aufbau liegen die Kosten je Anfrage höher, weil die Anzeigen erst lernen, welche Suchbegriffe bei dir zum Auftrag führen. Deshalb rechnen wir bei Kunden nicht pro Klick und nicht pro Anfrage ab, sondern pro erteiltem Auftrag: Wenn die Kette nicht funktioniert, verdienen wir nichts.
