„Was kostet Google Ads?“ ist die Frage, die in fast jedem Erstgespräch kommt. Die ehrliche Antwort hat zwei Teile: das Werbebudget, das du an Google zahlst, und die Arbeit, die Kampagne so aufzusetzen, dass das Budget nicht verbrennt. Hier geht es um beides, mit echten Zahlen aus unserem eigenen Betrieb REX NORD statt mit Branchendurchschnitten aus Amerika.
Wie Google Ads abrechnet
Du zahlst nicht für die Anzeige, sondern pro Klick. Der Preis je Klick entsteht in einer Auktion: Je mehr Betriebe auf denselben Suchbegriff in derselben Region bieten, desto teurer wird der Klick. Ein Klick auf „Dachdecker Notdienst Hamburg“ kostet deshalb ein Vielfaches von „Terrassenplatten reinigen Bad Oldesloe“. Du legst ein Tagesbudget fest, mehr gibt Google nicht aus.
Die Kosten entstehen also in drei Stufen: Klickpreis mal Klicks ergibt das Budget, Budget geteilt durch Anfragen ergibt die Kosten je Anfrage, und Kosten je Anfrage geteilt durch die Abschlussquote ergibt, was dich ein Auftrag kostet. Nur die letzte Zahl ist die, die zählt.
Unsere Zahlen: 970 Euro, 27 Anfragen, 36 Euro je Anfrage
Bei REX NORD (Stein-, Dach- und Fassadenreinigung, Bad Oldesloe) lief die Kampagne vom 18. Juli bis zum 16. August 2026 mit 970 Euro Werbebudget. In diesen 30 Tagen kamen 27 Anfragen über Google Ads, per Formular und Anruf. Das sind rund 36 Euro Werbekosten je Anfrage. Anfragen über das Google-Unternehmensprofil, über Empfehlungen oder über Meta sind in dieser Zahl nicht enthalten, die Zahlen stammen aus dem Google-Ads-Konto des Betriebs.
| Kennzahl | Wert | Woher |
|---|---|---|
| Werbebudget im Monat | 970 Euro | Google-Ads-Konto REX NORD |
| Anfragen über Google Ads | 27 | Formular und Anrufe, 18. Juli bis 16. August 2026 |
| Werbekosten je Anfrage | rund 36 Euro | Budget geteilt durch Anfragen |
| Nicht enthalten | Unternehmensprofil, Empfehlungen, Meta | eigene Kanäle, separat gezählt |
Was daraus an Aufträgen wurde, hängt am Betrieb: Wie schnell wird zurückgerufen, wie gut ist das Angebot, wie voll ist der Kalender. Bei einer Abschlussquote von jedem dritten bis vierten Kontakt kostet ein Auftrag in diesem Beispiel zwischen 110 und 150 Euro Werbebudget. Bei einem Auftragswert von mehreren hundert bis mehreren tausend Euro rechnet sich das. Bei Kleinreparaturen für 80 Euro nicht, und das sagen wir im Erstgespräch auch so.
Was du für dein Gewerk erwarten kannst
Wir nennen hier bewusst keine Klickpreise je Gewerk als feste Zahl, weil sie von Region zu Region stark schwanken und sich monatlich ändern. Als Erfahrungswerte aus unserer Arbeit gilt: Je größer der Auftragswert und je mehr Wettbewerb, desto teurer der Klick. Notdienste (Heizung, Rohrbruch, Schlüssel) sind am teuersten, saisonale Leistungen mit Vorher-Nachher-Effekt (Reinigung, Beschichtung, Pflaster) am günstigsten. Für einen einzelnen Landkreis und ein Gewerk reichen erfahrungsgemäß 300 bis 1.000 Euro im Monat, um täglich sichtbar zu sein. Weniger als rund 10 Euro am Tag bringt in den meisten Gewerken zu wenige Klicks, um überhaupt etwas zu lernen.
Wo das Geld wirklich verbrennt
- Falsche Suchbegriffe. „Dachreinigung selber machen“ oder „Dachreinigung Ausbildung“ kosten Klicks und bringen nie einen Auftrag. Ohne Liste auszuschließender Begriffe geht ein Drittel des Budgets an Leute, die nichts kaufen wollen.
- Zu großer Radius. Anfragen aus 150 Kilometern Entfernung fährst du nicht. Der Radius muss zu deinem Gebiet passen, nicht zu Googles Vorschlag.
- Anzeige auf die Startseite. Wer nach Fassadenreinigung sucht und auf einer Seite landet, die zwölf Leistungen aufzählt, klickt zurück. Jede Anzeige braucht eine Seite, die genau von dieser Leistung handelt.
- Googles Vorschläge annehmen. Displaynetzwerk, weitgehend passende Keywords, automatisch erstellte Anzeigen: Alles Vorschläge, die Google mehr Reichweite und dir weniger Anfragen bringen.
- Niemand ruft zurück. Die Anfrage kommt am Freitag um 17 Uhr, der Rückruf am Dienstag. Da hat der Kunde längst jemand anderen. Das Budget war trotzdem weg.
Die Arbeit, die keiner sieht
Eine Kampagne ist nach dem Einrichten nicht fertig. Jede Woche müssen die Suchbegriffe geprüft werden, mit denen die Anzeige tatsächlich ausgelöst wurde, damit Unsinn ausgeschlossen wird. Anzeigentexte werden gegeneinander getestet, das Budget wandert zu dem, was Anfragen bringt. Wer das nicht macht, zahlt nach drei Monaten das Doppelte je Anfrage. Diese laufende Arbeit ist der Grund, warum Agenturen dafür monatliche Pauschalen nehmen.
Wer zahlt was bei REX Marketing
Bei uns zahlst du das Werbebudget direkt an Google, über dein eigenes Konto, ohne Aufschlag. Du siehst jeden Cent. Den Aufbau der Kampagne, die Landingpage und die wöchentliche Pflege bezahlst du nicht, wir bekommen stattdessen einen vorher vereinbarten Anteil pro erteiltem Auftrag. Kommt kein Auftrag, kostet dich unsere Arbeit nichts. Wie das genau läuft, steht auf der Seite Pay per Auftrag.
Der Klickpreis ist die falsche Zahl, um Google Ads zu bewerten. Die richtige Zahl ist: Was kostet mich ein Auftrag, und was ist er wert.
Zuletzt aktualisiert: 3. September 2026
